Fauna
Trotz der sehr intensives Bejagung verzeichnet die Tierart des Elches ein sehr zahlreiches Vorkommen. Tatsache ist, dass jährlich über ein Drittel aller Elche in Finnland erlegt werden, dennoch gestaltet sich der Bestand dieser Tiere nach Ablauf der jeweiligen Jagdsaison mit einer Zahl von 100.000 lebenden Tieren als äußerst stabil. Die große Elchpopulation stellt für die Jagd natürlich einen sehr wichtigen Aspekt dar, wobei diese im Rahmen des Straßenverkehrs als eine sehr große Gefahr gilt. Aufgrund der großen Anzahl an Elchen kommt es immer wieder zu sehr schweren Unfällen.
Im Norden Finnlands dominieren hingegen die Rentiere. Finnland verfügt über rund 200.000 Rentiere, welche einerseits halbdomestiziert sind, andererseits das ganze Jahr lang frei herumlaufen. Im Spätherbst treiben die Besitzer ihre Rentiere zusammen und wählen im Rahmen einer expliziten Beobachtung und Untersuchung die jeweiligen Schlachttiere aus.
Eine rar gesehene Tierart Finnlands stellt das sogenannte Waldren dar. Früher war das Waldren in weiten Teilen Finnlands verbreitet, Ende des 19. Jahrhunderts jedoch ausgerottet, ehe seit den 50er Jahren wieder eine kleine Population an Waldrentieren einerseits nach Kainuu und andererseits nach Nordkarelien einwanderte.
In Süd- und Westfinnland zählen die aus Amerika eingebrachten Weißwedelhirsche zu den heute heimisch gewordenen Tierarten.
Im Rahmen der sogenannten Raubtierpopulation sei angemerkt, dass diese durch den Erfolg von gewissen Schutzmaßnahmen stetig anwächst. Finnland verzeichnet heute eine Anzahl von über 1.000 finnischen Braunbären und Luchse, wobei die Zahl der Wölfe etwas bei 200 liegt. Inzwischen konnte durchgesetzt werden, dass eine Bejagung dieser Tiere in begrenztem Maße erlaubt ist. Der Polarfuchs stellte einst eine sehr häufig vorkommende Tierart in ganz Finnland dar bis diese durch fanatische Pelzjäger am Anfang des 20. Jahrhunderts fast vollständig ausgerottet wurde. Der Rotfuchs hingegen konnte sich vor der Ausrottung bewahren und ist demnach heutzutage sehr häufig anzutreffen. Seit einigen Jahrzehnten zählt auch der sogenannte Marderhund zu einer sehr weit verbreiteten Tierart Finnlands. Ihm ist es gelungen, sich von Russland aus zu verbreiten.
Besonders typisch für Finnland ist die sogenannte Saimaa-Ringelrobbe, die weltweit nur im Saimaa-Seengebiet anzutreffen ist. Die Saimaa-Ringelrobbe stellt eine sehr seltene Süßwasser-Unterart der allgemeinen Ringelrobbe dar. Mittels gezielter und sorgfältiger Schutzmaßnahmen ist es erfolgreich gelungen, die Saimaa-Ringelrobbe vor dem Aussterben zu retten. Aus diesem Grunde gilt sie als das Symboltier des Naturschutzes in Finnland. Besonderen Artenschutz genießt zudem das sogenannte Gleithörnchen, welches in der gesamten Europäischen Union ausschließlich in Finnland und Estland vorzufinden ist.
Die vielseitige Vogelwelt Finnlands verzeichnet über 430 unterschiedliche Vogelarten. Zu diesen zählen u.a. Steinadler und Seeadler, zahlreiche Hühnervögel wie beispielsweise Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn und Moorschneehuhn sowie eine Vielzahl an verschiedenen Wasservogelarten.
Der finnische Nationalvogel wird aufgrund seiner Rolle in der finnischen Mythologie durch den berühmten Singschwan „verkörpert“. Auch hier ist es erfolgreich gelungen, den Singschwan im Rahmen eines rigiden und strikten Jagdverbotes, vor dem Aussterben zu bewahren. In den 50er Jahren zählte man nur mehr 15 Singschwan-Brutpaare, wobei die Anzahl dieser wichtigen Tierart Finnlands heute wieder auf rund 1.500 gestiegen ist.
Haben Sie Lust Finnland und seine Natur noch besser kennen zu lernen und dort private oder geschäftliche Kontakte aufzubauen?Hier finden Sie einen Übersetzungsdienst Deutsch-Finnisch oder Finnisch-Deutsch.